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Die ersten 10k quasi vor der Haustüre!

So, endlich ist es soweit! Ich schreibe meinen ersten kleinen Wettkampfbericht und gleichzeitig den ersten Eintrag in meinem neuen Blog

 

Es handelt sich um den Citylauf Bonn und da ich zufällig genau in der "Bonner City" wohne, verlief der Kurs quasi vor meiner Haustüre.

Perfekte Bedingungen also um sich einfach mal anzumelden um zu schauen, wie schnell man denn so auf den 10.000m ohne Schwimmen und Radfahren so ist. Meine letzte gemessene Zeit war beim Nibelungen Triathlon in Xanten eine 40:04... Kann doch nicht sein, dass ich keine Zeit unter 40min zu verbuchen habe... Also versuche ich einfach mal mein Glück bei einem reinen 10k Rennen. 

Promt bin ich angemeldet und da der SSF Bonn der Veranstalter ist hat man auch noch ein bisschen Geld gespart, perfekt!

Nun bin ich also voller Vorfreude auf diesen heimischen Wettkampf motivert zu trainieren und packe die Laufschuhe aus. Ach... Da war doch was... Achja, die Wade will nicht so wie ich will. 2-3 km locker den Rhein entlang gelaufen und da ist es wieder. Dieses überaus fiese Ziehen. Kein Muskelkater, aber auch keine Zerrung. Schrecklich sowas. Naja dann muss man das Rennen halt ohne großartiges Training angehen, nicht die besten Vorraussetzungen aber was solls. Wird schon!

Nun ist es Sonntag, 23.September. Der Tag der Entscheidung! Um 10:30 Uhr soll er Beginnen, der "Sport-Laps-Elitelauf". Nur Läufer mit einer Bestzeit von unter 45 min dürfen Teilnehmen. Man, fühle ich mich gut :P

Als ich dann um 9:30 Uhr einen verschlafenen Blick auf die Starterliste schaue wird es mir ganz mulmig... Ich zähle gerad einmal 26 Starter und die sind alle schnell!

Ich mag nicht Letzter werden! :/ Ich schau in die Gesichter der anderen Läufer: Ok, die sehen auch nicht gerade hell wach aus. Aber meine 2 1/2 Stunden Schlaf wird wohl keiner von ihnen unterbieten... Naja selber Schuld. Muss man sich halt mal richtig aus****** um sich nicht zu blamieren. Und selbst wenn ich letzter werden würde, ich hätte genügend ausreden. Also frisch ans Werk und die Muskeln ein bisschen aufgewärmt. Es war mit gerade einmal 13°C nämlich nicht gerade der wärmste Tag im Jahr und eigentlich mag ich es warm. Egal, wird schon!

 Nun ist es also soweit. 10:30 Uhr. Alle stehen bereit und warten auf den Startschuss. Der Countdown läuft: 10...9...8...... und der Startschuss fällt. Auf gehts auf eine 2km lange Runde durch die wunderschöne Bonner Innenstadt. 5 mal muss diese absolviert werden. Nicht besonders abwechslungsreich, aber schnell soll sie sein.

 Mein erster Gedanke: Sind die denn von allen guten Geistern verlassen, wieso laufen die soll schnell?!

Alle rauschen an mir vorbei, selbst die Frauen. Schon nach den ersten paar hundert Metern haben sich einige recht weit abgesetzt. Frauen, Männer, Bekloppte!

Aber ich sage mir immer wieder, dass ich mein Tempo schon finde und dann werden sie schon sehen, was sie davon haben... hoffentlich.

 

Die erste Runde ist absolviert: 7:35min zeigt die Uhr an. Ups, dass ist schnell. Aber wie liege ich im Feld? Ich hab keine Ahnung... ist überhaupt noch wer hinter mir? Ich mag mich gar nicht umdrehen. Es gibt aber einen kleinen Wendepunkt da werde ich in der zweiten Runde mal schauen, was da so los ist sag ich mir und gebe weiter gas. 

 Am Wendepunkt angekommen entdecke ich auf einmal ein Fahrrad. Jawoll, dass ist die Radbegleitung der führenden Frau! Sie ist gerade einmal 50m vor mir... Die hol ich mir!

2 Runden später bin ich immer noch nicht wirklich näher ran gekommen, aber Zeiten stimmen, ich bin auf Kurs die 39:00 zu unterbieten. 

Nun also die letzte Runde. Die Beine tun weh. Der Körper ist dehydriert. Seitenstechen fangen an. Ich will nicht mehr... Nützt nichts. Dran bleiben. Die 2 Typen vor mir bekomm ich auch noch und die schnellste Frau sowieso. Also nochmal richtig Knallgas und an allen vorbei fliegen, das wäre schön... Es zieht sich. Die Anderen sind auch ganz schön schnell :/ halten mein Tempo und depremieren mich. Wie weit ist es denn noch?! Ah: Zielgerade. Endspurt! Jubelnde Menschen. Laute Musik. Es fühlt sich gut an. Und im letzten Moment kommt noch einer an mir vorbei gerauscht: "Nicht wegen dir! Sondern wegen der Zeit." sagt er zu mir... Wer's glaubt. Egal, ich bin also im Ziel, schaue auf die Uhr: 

Jiha! Ich bin im Ar***. Könnte mich übergeben, aber es fühlt sich gut an! Genau für dieses Gefühl macht man sowas. Schauen, was der eigene Körper zu leisten vermag, wenn man den Geist ausschaltet. Ein unglaubliches Gefühl!

 

Kurz darauf hängt auch schon die Ergebnisliste aus:

 Och ist ja gar nicht mal so übel. 12. Gesamt, 4. in der AK und die zeit ist auch super! Ich bin zufrieden und freue mich nun schon extrem auf meinen ersten Halbmarathon am 14.10. in Köln!

Bis dahin, frohes schaffen!

 

 

23.9.12 14:06

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Niko Süß (23.9.12 15:48)
Hi Tobi,
wunderbar geschrieben, mussten oft schmunzeln und haben uns wahnsinnig über Deine gute Zeit gefreut. Wir hoffen, das wir am 14.10. in Köln dabei sein können! Hab Dich lieb

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